Oberbürgermeister Gregor Kathstede, Robert
Claßen,
Margot und Reinhard Feinendegen und Johann
Schwarz
bei der Vorstellung der Heimat.
In der Jüdischen Gemeinde ist die 80. Ausgabe des Krefelder Jahrbuchs „Die Heimat" vorgestellt worden. Die Ausgabe ist gleichzeitig eine Festschrift für Dr. Reinhard Feinendegen. Der Ehrenvorsitzende des Vereins für Heimatkunde Krefeld hatte 30 Jahre die Schriftleitung inne und leitete 33 Jahre den Verein. „Das neue Titelbild spiegelt 30 Jahre Deiner Arbeit wider", sagte Robert Claßen, Vorsitzender des Vereins, bei der Vorstellung des Jahrbuchs. Es zeigt die 30 Ausgaben, bei den Feinendegen Schriftleiter war, davon 20 Jahre gemeinsam mit Dr. Oskar Burghardt. In der Festschrift widmen sich zu Ehren Feinendegens 46 Autoren dem Begriff „Heimat", den sie aus sehr unterschiedlichen Perspektiven ergründen.
Zum ersten Mal stellte der Verein für Heimatkunde eine neue Ausgabe des Krefelder Jahrbuches nicht im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Mit einem großen Rahmenprogramm wurden das jahrzehntelange Schaffen Feinendegens geehrt und einige Inhalte der neuen „Heimat" durch kurze Vorträge präsentiert. Über 250 Mitglieder kamen zur Vorstellung in die Jüdische Gemeinde an der Wiedstraße. „Es ist für mich eine unendlich große Freude, dass so eine Veranstaltung in der Jüdischen Gemeinde stattfinden kann", sagte Gemeindevorsitzender Johann Schwarz zur Begrüßung. Er würdigte Feinendegen als einen langjährigen Freund der Juden in Krefeld. „Das haben Sie gezeigt in vielen Reden und Gesprächen", so Schwarz.
„Sie sind der Nestor, das wandelnde Lexikon der Krefelder Stadtgeschichte", würdigte Oberbürgermeister Gregor Kathstede das Lebenswerk Feinendegens. Er habe sich stets mit viel Liebe zur Sache und leidenschaftlichem Einsatz engagiert. Der Oberbürgermeister erinnerte sich auch an seine Schulzeit bei Feinendegen am Gymnasium Horkesgath. „Das ist eine Zeit, die mich persönlich geprägt hat", so Kathstede. Neben 45 anderen Autoren hat sich auch Kathstede an der Festschrift mit einem Beitrag über den Begriff „Heimat" beteiligt.
Christoph Dautermann,
Reinhard Feinendegen und Burkhard Ostrowski
präsentieren das neue Jahrbuch.
„Ich bin richtig gerührt, was ich heute erlebt habe", meinte Feinendegen als er die Festschrift durch die Schriftleiter Dr. Christoph Dautermann und Burkhard Ostrowski erhielt. Eine solche Vorstellung der „Heimat" sei eine absolute Neuheit. „Um die Zukunft des Vereins für Heimatkunde ist mir nicht bange", sagte Feinendegen. In seiner kurzen Ansprache dankte der Historiker allen Aktiven im Verein aber vor allem seinem langjährigen Weggefährten Oskar Burghardt. Der Historiker mahnte in seiner Rede auch die Einrichtung einer stadtgeschichtlichen Abteilung an, wie sie in anderen Städten bereits vorhanden sei.
Die Ausgabe des Krefelder Jahrbuchs „Die Heimat" kostet 20,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich. Im „normalen Teil" werden diesmal mit der jüngeren Krefelder Kirchengeschichte und dem Forstwald zwei Schwerpunkte gesetzt. Unter anderem beschreibt Dr. Christoph Reichmann die archäologische Untersuchung der Landwehr. Im Bereich Landschaft und Natur werden das Naturschutzgebiet Flöthbach und der Schönwasserpark behandelt. „Hier ist im besten Sinne ein Krefelder Schmöker entstanden", so Claßen. Weitere Informationen über den Verein für Heimatkunde stehen hier: www.heimat-krefeld.de.